
Literatur im Gespräch (Eintritt frei)
Veranstaltungsbeschreibung
Musik in der Literatur – eine Verzauberung
Von der Kunst, aus Worten musikalische Imagination zu entfalten
Kein Roman ohne Menschen im Gespräch, kein Gedicht ohne lyrische Stimme. Aber wie ist es möglich, Musik in unterschiedlichen Kontexten durch nichts als Worte zur Wirkung zu bringen und Imagination zu wecken?
Ein Buchtitel wie „Udo Fröhliche“ von Benjamin Stuckrad-Barre spielt mit Wirkmöglichkeiten. Wer hörte da nicht gleich das Weihnachtslied „O du fröhliche“? Oder legt sich Udo Lindenbergs Sound sofort dumpf über die Worte? Beginnend mit dem Klangzauber in Werken aus der Epoche der Romantik, wird es um ganz unterschiedliche literarische Gestaltungen musikalischer Darbietungen gehen – bis hin zur Gegenwartsliteratur. Man denke nur an den kleinen Hanno in Thomas Manns Roman „Buddenbrooks“ (1901) und sein Spiel am Klavier, an Elfriede Jelineks Roman „Die Klavierspielerin“ (1983) oder Helene Bukowskis Internatswerk „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ (2026).
Es werden auch Streich- und Blasintrumente erklingen in den ausgewählten Texten. Und menschliche Stimmen. „‘Wir setzen uns mit Tränen nieder‘, sang unser Schülerchor“, heißt es gleich zu Beginn der Novelle „Schweigeminute“ (2008) von Siegfried Lenz. Man ist berührt, dabei ist der Klangraum nur eine Aula.
Musikalische Beiträge von Annika Maiwald (Violine) und Regina Ackmann (Piano) werden Lesung und Gespräch einrahmen und untermalen.
Dr.in Anda-Lisa Harmening & Volkmar Heuer-Strathmann